Taylor Ferrera helps out confused victims
Taylor Ferrera helps out confused victims
wie das leben spielt, überschlugen sich just nach dem Forced Entry Beitrag zu The Day of the Woman, den ich mit meinem mann für Hard Sensations verfasst hatte, im RL etwas die ereignisse. doch da das leben weitergehen muss – und im internet tut es das ohne unterlass – möchte ich lieber verspätet als gar nicht auf die nachfolgenden beiden texte von Silvia und Maria hinweisen.
im 10. Beitrag befassen sie sich mit dem japanischen Rape! 13th Hour, der mit struwweliger plüschigkeit und vermischung von erzwungenem und freiwilligem hetero- und homosexuellem verkehr die xenophilie reizt.
im 11.? Beitrag wenden sie ihren blick ebenfalls östlich, zum russischen The Day of Love, welcher wiederum satirisch die resignation der zerbrochenen sowjetunion und die hoffnungslose perspektive auch nach der perestroika ins rape&revenge-genre übersetzt.
wenn aus diesen texten – unvorstellbarerweise – nur eines hängenbleiben sollte, so muss es die unwiderlegbare wahrheit sein, dass die einzig adäquate weise, einen stallone-film zu betrachten, oben ohne ist. dies gilt für männer wie für frauen.
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Geschichten von Frauen, die sich in alten Zeiten als Männer verkleidet haben und so erfolgreich eine Karriere verfolgten, gibt es einige. Sie klingen immer alle irgendwie nach Märchen; heutzutage sind solche Geschichten meist nur Anlass für günstig produzierte Fernsehfilme, alte Witze über die achso typischen männlichen und weiblichen Verhaltensweisen aufzuwärmen, um am Ende doch wieder jeden glücklich in seiner Normrolle zu platzieren.
Jeanne Baret verkleidete sich als Mann, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen und ging als erste Frau in Männermontur auf Weltreise. Keiner der Mitreisenden – außer ihrem Dienstherren Commerçon, der wohl sowieso ihr Liebhaber war – bemerkte es. Stattdessen brauchte es die Tahitianer, um zu aufzudecken, dass es sich um eine Frau handelte. Jeanne Baret unterstützte ihren Dienstherren bei seinen Expeditionen und Forschungen und ersetzte ihn später sogar im Krankheitsfall. Sie leistete alle Arbeit, als sei sie der Mann, als der sie sich verkleidete.
Wie üblich beim Matilda-Effekt (über den ich im Artikel über Rosalind Franklin erfuhr) wurde ihr Beitrag zu Geschichte der Naturforschung lange und vollständig unterschlagen. Gottseidank finden sich immer noch unbenannte Spezies auf unserem Planeten, sodass 2012 endlich eine Pflanze nach ihr benannt wurde.
Bild: By Cristoforo Dall’Acqua (1734-1787) [Public domain or Public domain], via Wikimedia Commons
through theroot.com
dennis dugan, USA 2010
ein afro-amerikansicher hausmann, der von seiner frau und schwiegermutter das typisch verächtliche housewife treatment erhält.
ein esoteriker, der eine viel ältere frau liebt, auch und überschwänglich körperlich.
eine mutter, die ihren 4-jährigen sohn noch immer stillt.
geschlechter-rollen und -klischees werden in grown ups in szene gesetzt, und das un-normale thematisiert. werden witze darüber gemacht? ja. kann man diese witze auch geschmacklos finden? wahrscheinlich.
aber werden die abweichler lächerlich gemacht, gedemütigt und in der entwicklung des plot normativ auf linie gebracht? nein.
der hausmann bleibt hausmann, findet aber den respekt und die kommunikation mit seiner beruflich erfolgreichen frau – ohne soziale kastration bleiben die geschlechterrollen auf den kopf gestellt.
die beziehung mit dem ungewöhnlichen altersgefälle stellt sich als die heraus, an der sich die anderen ein beispiel nehmen können: nach dem motto „wenn einer weise ist, sind zwei glücklich“. die „alte“ frau darf nicht nur über ihren intellekt und ihre lebenserfahrung liebenswert sein, die tatsache, dass sie auch erotisch begehrt wird, bleibt ohne den ruch der perversion akzeptierte tatsache – eine der am sinnlichsten gelebten körperlichen beziehungen, die eher neid als ablehnung reizt.
ja, die stillende mutter muss am ende abschied von ihrem 48-monate alten stillkind nehmen. doch mit wenigen details pointiert und liebevoll betrachtet: dass der kleine beim umsteigen auf tütenmilch sagt: „aber ich weiß nicht ob mammi das möchte!“ und sie, die es akzeptiert, aber doch traurig bemerkt, dass sie nun gar nicht wüsste, was sie mit „diesen“ (ihren brüsten) anfangen solle. (allein, dass ihr nicht klar ist, dass ihr mann sich schon darum kümmern wird, ist eher unwahrscheinlich.) auch in den derben milch-spritz-gags ist kein fingerzeigen und lächerlich machen einer perversion. es ist eine mutter, die sich nur schwer davon trennt, gebraucht zu werden, etwas, was viele nachvollziehen können.
hinter den vielleicht auch mal kindischen, körperlichen gags, die man von adam sandler, kevin james, chris rock, david spade und rob schneider kennt und erwartet, steckt nichtsdestotrotz ein humanistischer geist, eine große toleranz für anders-artigkeit und sogar ein bisschen sendungsbewusstsein. man kann sagen: die witze, die hier gemacht werden, über emaskulierte hausmänner, über seniorenliebe und so weiter, sind haut gout. sie thematisieren ohne scheu und ausgesprochen das, was die meisten menschen dazu nur denken und sich noch dafür schämen mögen. sie machen aber nicht die menschen, sondern die praktischen aspekte und gesellschaftlichen erwartungen zur pointe.
der humor mag geschmackssache sein, die „message“ aber ist unzweifelhaft. bis hin zum unamerikanischen finale, in dem der ewige sieger nicht sympathie dafür erhält, dass er noch einmal mehr obsiegt und der verlierer die soziale schmach ertragen muss. stattdessen endlich einmal die erkenntnis: erfolg ist nicht, immer der sieger zu sein. erfolg ist, glücklich zu sein mit dem was man hat und anderen ihre erfolge zu gönnen.
mein mann mochte den film auch sehr und zerpflückt die zahlreichen negativen kritiken aus amerika in der luft.

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In den 1960er Jahren war Assata Shakur Mitglied der Black Panthers und geriet so ins Fadenkreuz des FBI. Sie war eine zeitlang Verdächtige in so ziemlich jedem Bankraub oder Verbrechen, an dem eine schwarze Frau beteiligt war. Wie könnte es anders sein, wurde ihr die Rolle der „Mutter“ und treibenden Kraft zugeschrieben, als sie in einer Gruppe mit mehreren Männern politisch und/oder kriminiell aktiv war (denn wenn eine einzelne Frau mit mehreren Männern handelt, kann sie nur entweder eine hörige Sklavin oder die bösartige Mutter sein, die alle kontrolliert, sie kann niemals einfach nur eine Person von mehreren ohne exponierte Position sein).
Nachdem sie wegen Polizistenmord verhaftet und verurteilt worden war, wurde sie 1973 aus dem Gefängnis befreit und ging nach Kuba ins Exil.
Erst im Mai diesen Jahres wurde sie vom FBI auf die Liste der meistgesuchten Terroristen gesetzt und ist damit die erste Frau auf dieser Fahndungsliste.
Bild: By U.S. Government (FBI; reported on The Guardian) [Public domain], via Wikimedia Commons
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Helga Hengge war die erste deutsche Frau, die erfolgreich (heißt: ohne auf irgendeinem Teil des Auf- oder Abstiegs umzukommen) den Mount Everest bestieg.
eine interessante fotostrecke auf Zeit Online stellt gender- und geschlechterklischees in frage: albanische frauen, die als „geschworene jungfrauen“ ein soziales leben als mann führen – um patriarchen zu ersetzen, auf eigenen wunsch.