Kategorie: Internet

the babadook

jennifer kent, australien 2014
wenn alles zusammenkommt – trauer, stress und ein kind, das immer mehr nähe sucht, je mehr die mutter distanz bräuchte – können schreckliche dinge passieren. ein sehr psychologischer horrorfilm über die wirklichkeit, die zum elterndasein gehört: dass man sein kind auch hassen kann, wenn man es liebt. „the more you deny it, the stronger i get“, sagt der babadook.
der film hat aus feministischer sicht viele pluspunkte, angefangen bei der tatsache, dass er eine frau zeigt, die masturbiert, ohne dass es ein zeichen seelischer derangiertheit ist – im gegenteil, dass sie keine zeit für sich hat, spitzt die situation zu. weiter die realität, wie fürchterlich eine mutter sein kann und doch mitgefühl verdient. ganz allgemein sieht der film sehr schön düster aus und ist erzählerisch rund, bewegt sich ohne unnötige längen auf seine krise hin. so nah, wie das geschehen mir war, so tröstlich ist das ende.
rezension meines mannes auf critic.de
damit uns sowas nicht passiert, hier mal der beste elternratgeber, den ich je gelesen haben: don’t kill them.

featuring

ich bin aufgeregt. freudig erregt. geehrt und geschmeichelt.
gerade letzte nacht erfasste mich trübsinn, weil ich ja nun kaum noch blogge – jedenfalls kaum schreibe, nur mal so eben zwischen still-bh öffnen und windel wechseln… die tollen frauen von featurette.de haben das bestimmt gemerkt und es sich anders überlegt, als mich dieses jahr in ihre bloggerin-der-woche-liste zu übernehmen…
gleich mal heute morgen nachgeschaut und – pustekuchen! ich war letzte woche bloggerin der woche und habe es nicht mal gemerkt! sorry sorry sorry und danke danke danke.
wenn ich jetzt noch herausfinde, wie ich den button integrieren kann, bin ich glücklich für’s erste…

unterdrückung der mehrheit

und noch ein hinweis auf etwas, das es im netz zu sehen gibt: der kurzfilm Majorité Opprimée zeigt den alltäglichen sexismus in umgekehrten gender-rollen.
zugegeben, nicht jede frau wird jeden tag überfallen und physisch-sexuell attackiert. doch die gefahr ist ohne zweifel stets präsent, und das gibt der film wieder.
an dieser stelle kann ich auch (noch?) mal auf das buch Die Töchter Egalias hinweisen, das dieses experiment konsequent literarisch durchführt – bis hin zum penishalter, den die männer ab einem bestimmen alter tragen müssen, und einer ähnlichen gender-swapped-vergewaltigungssequenz. auch wenn es in den 1970ern enstanden ist und manche gesellschaftlichen aspekte heute tatschlich nicht mehr relevant sind… die grundhaltung, was die geschlechter trennt, unterscheidet und in hierarchie bringt, hat sich bis heute, leider, noch nicht so verändert, dass dieses buch obsolet geworden ist.

KW 4/2014: Geena Davis, 21. Januar 1956

Geena DavisWiki deutsch Wiki englisch

Schauspielerin, Bogenschützin, Gründerin des Geena Davis Insitute on Gender in Media. IMDb

Viel Vergnügen bei diesem Clip, in dem sie ihre Profession, ihren Sport und ihre medienpädagogische Initiative unter einen Hut bringt. Weiterschauen lohnt sich: danach kommt ein Clip, in dem Susan Sarandon die Penisse weißer Männer als Lebenshilfe anpreist.

Runner-up: Irene Sharaff, Kostümbildnerin unter anderem für Cleopatra
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