Kategorie: Internet

unter monstern

in ihrem 13. Beitrag zu Forced Entry auf Hard Sensations haben sich Maria und Silvia den französischen Irreversible, der möglicherweise einer der bekanntesten vergewaltigungsfilme – vielleicht gar mainstream? – ist, der jedenfalls für seine unerträglich lange statische aufnahme des gewaltaktes und vor allem die umgekehrte erzählweise bekannt ist. ein film, den ich mir – trotz der beinahe positiv zu nennenden erfahrung mit I Spit On Your Grave – wohl niemals ansehen werde.
Maria und Silvia kommen in ihrer besprechung jedenfalls zu dem schluss, dass die vergewaltigung „nur“ die echte, forcierte vollendung der besetzung der frau durch die sie umgebenden männer ist, während die „harmloseren“ männer, wie in einer frustration über ihre eigenen grenzen, ihre vergewaltigung zum anlass für allerlei entgrenzte gewalt und vermeintlich gerechtfertigte racheakte nehmen. eine traurige welt, die der film zeichnet, wie mir scheint.

doktorspiele

ist schon wieder eine weile her, dass Maria und Silvia den 12. Beitrag zu Forced Entry auf Hard Sensations veröffentlicht haben: dieses mal geht es um das forcierte eindringen nicht nur in den jungfräulichen körper, sondern auch in den eigentlichen hort der unschuld, den geist. ich entschuldige mich für das versäumnis der aktualität und bitte trotzdem, diesen text zu lesen, der die zwiespältigkeit des porno – zwischen sinnlichkeit und ekel – wunderbar einfängt.

married women find it difficult to carry out worthwhile careers

1961 bewarb sich phyllis richman auf einen studienplatz für stadtplanung an der harvard universität. aufgrund ihres geschlechts und der tatsache, dass sie gerade geheiratet hatte, bat die univeristät sie um eine beschreibung, wie sie ihr ehe- und hausfrauenleben mit einer karriere in der stadtplanung vereinen wolle.
phyllis richman hat damals nicht geantwortet, sondern sich für eine andere karriere entschieden. beim ausmisten fand sie kürzlich das schreiben aus harvard und entschloss sich, doch noch einmal schriftlich zu antworten.
der tolle text in der washington post, dem man entnehmen kann, dass ein wille zum guten leben seinen weg auf die eine oder andere weise findet, enthält ganz am ende auch die antwort des empfängers.

drive

worüber man nicht sprechen kann, darüber muss man schreiben.
zwischen februar 2012 und august 2013 habe ich refns Drive viermal gesehen. dass ich so lange für eine rezension brauchen würde und was ich darin würde schreiben müssen, habe ich bis zur dritten sichtung nicht geahnt. jetzt durfte ich bei Hard Sensations meine schriftliche trauerbewältigung veröffentlichen. nirgends täte ich es lieber.

be natural

über upworthy komme ich gerade auf ein kickstarter-projekt, das genau meine kragenweite hat: ein dokumentarfilm über Alice Guy-Blaché, die frau, die die damals brandneue technologie des kinos zum ersten mal narrativ nutzte. durch viele verschiedene umstände ist sie in der geschichte vergessen gegangen. dieser dokumentarfilm will das ändern, deshalb unterstütze ich ihn.
tut es mir gleich!!!

WEG MIT
§218!