Schlagwort: schmetterling

Emma Hutchinson

* 1820 • † 1906

Emma Hutchinson (Link Englisch) lebte mit ihrem Mann, einem Vikar, in Herefordshire; über ihren Sohn entdeckte sie die Lepidopterologie oder Schmetterlingskunde für sich, als dieser einen Holunderspanner fing. Hutchinson widmete den Rest ihres Lebens den Lepidoptera und wurde berühmt für ihre Fähigkeit, Schmetterlinge und Motten zu züchten. So führte sie 31 Jahre lang erfolgreich eine Zucht von Obsthain-Blütenspannern.

In der Viktorianischen Zeit war Entomologie oder Insektenkunde in Mode, und so verkaufte sich Hutchinsons Buch Entomology and Botany as Pursuits for Ladies (Entomologie und Botanik als Beschäftigung für Damen) von 1879 recht gut. Sie hielt ihre Leserinnen darin dazu an, Schmetterlinge nicht nur zu sammeln, sondern auch zu untersuchen und zu erforschen.

1881 erschien in The Entomologist’s Record and Journal of Variation (Link Englisch) (Des Entemologen Archiv und Zeitschrift der Variation) ein Brief von ihr, indem sie die Vermutung aufstellte, das Verschwinden des C-Falters in der Gegend um Kent sei darauf zurückzuführen, dass nach der Hopfen-Ernte die Pflanzen verbrannt wurden – wobei die Larven und Puppen dieses Schmetterlings mit vernichtet würden. Sie beteiligte sich an Versuchen, den Falter in anderen Gegenden einzuführen, indem sie um Herefordshire Larven und Puppen einsammelte und sie an anderen Orten aussetzte. Diese Bemühungen wurden ihrer Meinung nach jedoch zunichte gemacht durch Hobby-Lepideptorologen, die die Falter fingen und in ihre Sammlung aufnahmen.

leptirica

djordje kadijevic, serbien 1973
die erste nachricht: auch im ehemaligen jugoslawien gibt’s vampire – allerdings stehen die speziell auf mehl und müller, sie verwandeln sich in schmetterlinge und nicht in fledermäuse und irgendwie können sie von körper zu körper wandern, selbst mit loch im bauch. die zweite: auch hier ist der vampir der vagina dentata eng verwandt.
das mädchen radojka ist der inbegriff ländlicher unschuld: offenes langes haar, weißes, besticktes kleid, kussmund und seidiger augenaufschlag. dies ist aber auch in den serbischen bergen einladung für die mysteriösen erscheinungsformen des bösen, sich ihr zu nähern und ihre unschuld zu korrumpieren. so ist das mädchen, das der bräutigam schon vor der hochzeit  vernaschen will, nicht nur schon unschön angebohrt, sondern droht auch, ihn ihrerseits zu vernaschen.
es bleibt sich also durch die kulturen gleich: vampirismus = bedrohliche sexualität. weiblicher vampirismus = männliche kastrationsangst. schön, wenn man auch in der fremde bekanntes findet.
editorial: ich habe tschechien leider verschlafen (sah aber wunderschön aus) und mir den rest jugoslawien gespart (im übertragenen sinne: mein mann ist herumgereist und ich habe am strand gelegen). zum tschechischen baron prásil hat er einige eindrücke gesammelt, leptirica ausführlich beleuchtet und weitere jugos folgen noch.

WEG MIT
§219a!