Andere wie ich

Auf dem wunderbaren Women From the Blog führen Josefine und Antonia derzeit kleine, aber höchst aufschlussreiche Interviews mit Feministinnen, die auch Mütter sind.

Da war als erstes Juli, die durch die Schwangerschaft ihren Körper ganz neu positiv entdeckt hat, auch wenn sie gespürt hat, wie ihr von außen deswegen die Rechte daran abgesprochen wurden.

Als Zweite kam Ninia, die als größte Hürde in ihrem Leben als Mutter Treppen, die Politik und die Gesellschaft empfindet.

Elena war die Dritte, die sich wünscht, dass Entscheidungen, die Mütter treffen, akzeptiert werden – egal, ob das Gegenüber die gleichen Entscheidungen oder ganz andere treffen würde.

Die Vierte bin ich, die ihre Kinder liebt, aber sich doch manchmal fragt, was aus ihr geworden wäre, wenn die Bedürfnisse anderer nicht so stark im Vordergrund stünden.

Beim Lesen der anderen Interviews fallen mir immer wieder die Parallelen auf – bei allen unterschiedlichen Entscheidungen, wie wir unser Familien- und Berufsleben, unsere Geburten und Lebenswelten gestalten, sind es zwei Aspekte, die an der Mutterschaft bedauernswert sind: Die Reduktion auf ein Gefäß für ein anderes Wesen und das System, in das Individuen gezwängt werden, sobald sie Entscheidungen nicht mehr nur für sich, sondern für weitere zukünftige Mitglieder und Mitgestalter der Gesellschaft treffen dürfen oder müssen.