mädchen brauchen keine eigenen eier

bevor das ganze völlig vorüber ist – ich gebe zu, ich war schlicht faul in der letzten zeit – will ich hier natürlich und dringend noch auf die petition gegen die pinken ü-eier hinweisen, die Pinkstinks Germany ins leben gerufen hat.
auf der facebook-seite von Pinkstinks Germany sind einige mehr oder weniger hervorragende artikel zum thema verlinkt.
besonders in mir anklang gefunden hat der artikel, der die these aufstellt, es ist viel weniger ein hinweis für mädchen, welche ü-eier sie kaufen sollen, sondern eine warnung für jungs, welche sie auf keinen fall kaufen sollten. aus meinem eigenen nähkästchen geplaudert, habe auch ich als pink-hassende mutter (ich mag tatsächlich die farbe nicht, will aber auch die genderfizierung meiner tochter gerne so gering wie möglich halten) es nicht geschafft, rosa völlig aus dem kleiderschrank und kinderzimmer meiner tochter fernzuhalten. das ist aber auch kein problem: denn ich selbst verstehe, wie andernorts schon gesagt, den wahren feminismus auch als die wahl, sich einmal „feminin“ zu geben und bei anderer gelegenheit die geschlechterrolle zu durchbrechen und mir traditionell eher „männliche“ kleidung, verhaltensweisen oder vorlieben anzueignen. was ich allerdings an mir selbst bemerke: die rosanen oder lilanen kleidungsstücke mit blumen würde ich einem potentiellen neugeborenen jungen aus der verwandtschaft oder dem freundeskreis nicht weitervererben. denn rosa geht an mädchen genausogut wie urban camouflage. am jungen geht aber irgendwie dann doch nur urban camouflage…
wenn ich selbst über diese innere hürde komme, dann bin ich ein ganzes stück weiter, glaube ich.