marvel's the avengers

joss whedon, USA 2012
bechdel-test hin oder her. wenn ich in filme wie diesen gehe, möchte ich auch als feministische frau keine politische diskussion der gender im 21. jahrhundert zwischen fünf starken weiblichen charakteren. da möchte ich männerarme schweißglitzernd aus engen t-shirts pulsieren, Robert Downey Jr. den arroganten tanz des lebemannes vollführen und den aalglatten, aber stilfaschistischen bösewicht fulminant in seine schranken gewiesen sehen.
wie man bei der cast-betrachtung sehen kann, gibt es hier auch eine smurfette, die ich sogar ganz erträglich finde. bin ich unemanzipiert, weil es mich nicht stört, dass mein gender als actionfigur unterrepräsentiert ist? ich sage: ich bin emanzipiert genug, um actionfilme mit vorrangig männlichen protagonisten als sozialverträgliches äquivalent zum frauenporno zu betrachten. thor, iron man, hawkeye und den hulk sehe ich mir jedenfalls lieber an als irgendwelche girliesken pseudo-actionheldinnen, die doch nur dazu dienen, männlichen phantasien eine entladungsfläche zu bieten.
mein mann hat über den superhelden-ringelpiez bei Hard Sensations geschrieben.

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Frank Stegemann

Huhu Leena,
der Mangel an gut geschultem weiblichem Personal in den Reihen der Rächer ist ja bereits vorlagenbedingt. Wasp und Scarlet Witch gäbe es da noch; ansonsten vielleicht noch Mocking Bird oder She-Hulk. Die sind aber glaube ich alle nicht sonderlich cinegen…
LG

zorafeldman

ja, ich würde das dem film auch nicht vorwerfen, das mangelnde-weiblichkeits-problem leigt schon am genre der vorlage. und wie gesagt: wenn ich was zu kucken haben will, brauche ich auch keine superheldinnen. (wobei sie mich natürlich, siehe X-Men, auch nicht stören.)

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