sprachgebiete erobern

ich persönlich habe kein problem mit den weiblichen-geschlechtsteil-vulgärausdrücken der engländer und holländer. ich finde sogar, im sinne einer reappropriation könnte ich mir das als eine form der emanzipation vorstellen – wenn, wie herr gauger dies im interview sagt, das fluchen eine männerdomäne ist, will ich als frau mit „weiblichen“ wörtern fluchen.
klar: die konnotation des weiblichen geschlechtsteils mit negativem kann auch wieder interpretiert werden als männliches pejorativ. aber eine herabsetzung funktioniert ja auch nur zu zweit.
also: cunts und kuts away.

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Thomas Hemsley

Ich kann mich dunkel an ein feministisches linguistikbuch erinnern, in dem es nicht spezifisch um schimpfwörter ging, es war etwas allumfassender: „man-made language“ hiess es glaube ich.

zorafeldman

es gibt da einige linguistische bücher zu, auch „Gewalt durch Sprache“ von Senta Tröml-Plötz (ja, die heißt echt so) und „Das Deutsche als Männersprache“ von Luise Pusch.
ich persönlich bin da etwas zurückhaltend, brauche auch das“_In“ nicht unbedingt. ich bediene mich allerdings auch gerne „männlicher“ sprachgebiete, das hat ordentlich wums. könnte allerdings auch darüber referieren, wie das manchmal als signal sexueller verfügbarkeit missdeutet wird…

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